15.000 Stellen weltweit – allein in Deutschland rund 7.500 Mitarbeiter. Das entspricht annähernd 10% der weltweiten Belegschaft. Gemessen an den rund 50.000 Beschäftigten in Deutschland, entspricht der geplante Abbau von 7.500 sogar 15 %.

Doch ist der Personalabbau wirklich nur die Konsequenz aus der Corona–Pandemie? Ausgelöst durch den weltweiten Einbruch an KFZ und LKW? Oder handelt es sich eventuell doch um massive Fehleinschätzungen des Managements bezüglich der Zukunft von Mobilität?

Dabei wird das Marktsegment Mobilität von Innovationen getrieben und könnte für ZF der Motor für Wachstum und Rentabilität in der nahen Zukunft sein. Als Technologiekonzern mit langer Tradition dürfte man erwarten, dass ZF sich an die Spitze der Entwicklung setzt. Gerade in Hinblick auf den Innovationsstandort Deutschland. So schien es auch, denn „NextGenMobility“ war eine Kampfansage an die Elon Musks dieser Welt. Nun scheint es aktuell so, dass ZF an diese Vision selbst nicht mehr glaubt.

Personalabbau ist das wirklich „falsche Zeichen“ für Aufbruch und Innovation!

Vielleicht handelt es sich aber wieder einmal nur um die typische „kopflose Reaktion“ des Managements; bei einer Absatzkrise zu schnell nach „rollenden Köpfen“ zu schreien. Seit Jahrzehnten tappt das Management weltweit immer wieder in die gleiche Denkfalle. Geht der Umsatz zurück, werden Marktanteile verloren, müssen sofort die „Kosten auf zwei Beinen“ drastisch reduziert werden. Nur so lässt sich die Krise bewältigen.

Personalabbau selbst in „normalen Zeiten“ die schlechteste Alternative

Diese scheinbar alternativlose Lösung ist – gelinde gesagt – selbst in „normalen Zeiten“ die schlechteste Alternative. In Zeiten des Auftragsrückgangs mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar für die meisten Unternehmen tödlich.

Worüber Börsenanalysten sich noch immer freuen „Rationalisierungsinvestitionen“, haben weltweit weder die Hoffnungen auf höhere Effizienz noch auf eine höhere Rentabilität erfüllt. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass mit dem Stellenabbau die Rendite und die Effizienz sinken.

Personalkosten runter = Renditen rauf! Stimmt das?

Ob der alte Glaubenssatz der Betriebswirtschaft jemals zutreffend war – darf damit bezweifelt werden. Dabei war er doch so schön einfach: Personalkosten runter = Renditen rauf! Seit Jahrzehnten gehen die Berater mit dieser einfachen Formel auf Kundenfang. Seit Jahrzehnten erfüllen sich in den meisten Fällen diese Versprechungen nicht.

Darum „Augen auf und Gehirn an“ bei der Auswahl der Berater. Wenn Sie als Manager diesem Versprechen Glauben schenken, erhöhen Sie maßgeblich das Risiko für Ihr Unternehmen. Das erinnert mich fundamental an den Glaubenssatz, nach dem Mütter über ein Jahrhundert ihre Kinder ernährt haben: „Spinat hat viel Eisen – dein Kind braucht viel Eisen, um gesund groß zu werden = fütter dein Kind mit gesundem Spinat, damit es groß, klug und stark wird“. Es dauerte mehr als ein Jahrhundert, bis der Wissenschaft auffiel, dass es sich um einen Übertragungsfehler handelte. Anstatt 30 mg Eisen auf 100 Gramm, hat Spinat nur 3 mg Eisen auf 100 g. 

Aber wo liegt der Fehler in der Betrachtung der Effekte durch die sogenannten Rationalisierungskosten?

Es beginnt bei der Erfassung der Kosten, die durch Fluktuation oder Kündigungen direkt entstehen!

Es geht weiter über eine fundamentale Fehleinschätzung der Wiederbeschaffungskosten, wenn im Aufschwung Personal benötigt wird!

Dabei werden die wissenschaftlich bewiesenen Effekte auf die „Survivor“ noch nicht mal berücksichtigt. Denn mit der Ankündigung von Personalabbau wirkt sich dies unmittelbar auf die Loyalität, die Motivation und die Produktivität der Survivor aus. Auch hier belegen Studien einen Rückgang der Produktivität, einen Anstieg der Fehltage, einen Anstieg der freiwilligen Fluktuation, der Überstunden, der Ausschussquoten und der Konventionalstrafen für Minder- oder Fehlleistung.

Mit Hilfe staatlicher Zuschüsse die Krise intelligent nutzen!

Stellen wir uns zudem noch die Frage, warum ZF in der Krise nicht die Chancen ergreift, um mit Hilfe staatlicher Zuschüsse die Krise intelligent zu nutzen. Es bedarf lediglich eines strategischen Qualifizierungsmanagements, um genau jetzt bis 100 % der Entgelt- und Lehrgangskosten zu sparen.

Wie das funktioniert und welche Möglichkeiten Ihnen das aktuelle Programm „Gute-Arbeit-Gesetz“ in Kombination mit dem verbesserten „Qualifizierungschancen-Gesetz“ bietet, verraten wir Ihnen gerne in einem kostenlosen Erstgespräch.

 

Bis dahin freu ich mich auf Ihre Beiträge und Kommentare

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Glück Auf und bleiben Sie gesund

Udo Kiel | H-Faktor GmbH

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